Buss übernimmt Geschäft der SSC Wind und vervollständigt damit sein Portfolio im Windbereich

Buss übernimmt das Geschäft des Windanlagenspezialisten SSC, der über 15 Jahre Erfahrung im Windbereich verfügt | Buss ergänzt sein Projektgeschäft im On- und Offshore-Segment damit um die Bereiche Installation und langfristige Servicedienstleistungen an Windenergieanlagen | Das Unternehmen wird künftig als Buss Wind Services GmbH am Markt auftreten | Die Windenergie bildet einen wichtigen strategischen Baustein in der Energie- und Klimapolitik Deutschlands

Hamburg. Die in Hamburg ansässige Buss Group hat am 1. Juli 2019 das Geschäft der SSC Wind GmbH aus Wildeshausen mit rund 90 Mitarbeitern übernommen. Das Unternehmen wird künftig unter der Firmierung Buss Wind Services GmbH am Markt agieren.

Mit diesem strategischen Schritt vervollständigt Buss sein Portfolio im Windbereich. Bislang hatte sich Buss auf die Hafenlogistik für Offshore-Windparks in der Nord- und Ostsee konzentriert. Diese Dienstleistung bietet Buss sowohl auf eigenen Offshore-Terminals in Eemshaven (Niederlande), Sassnitz und Stade (Deutschland) als auch auf Fremdterminals an.

Darüber hinaus erbringt Buss im Onshore-Windbereich umfangreiche Servicedienstleistungen zur Wartung und Reparatur von Rotorblättern. Dieses Geschäft hat Buss bereits im März 2019 von SSC übernommen und ist durch seine Allwetterbühnen in der Lage, den Reparaturservice von Rotorblättern ganzjährig anzubieten. Mit der herkömmlichen Bühnentechnologie musste der Dienst bislang bei unter 10 °C oder Regen eingestellt werden.  

Durch die Ergänzung der SSC Wind positioniert sich Buss im Segment der erneuerbaren Energien als Dienstleister mit einem breit gefächerten Portfolio. Im Onshore-Windbereich bietet Buss nun sowohl die Installation als auch den Service für Anlagen und Rotorblätter aus einer Hand an. Im Offshore-Windbereich unterstützt Buss seine Kunden nicht nur in der Hafenlogistik, sondern auch beim Management und bei der Planung von Großprojekten, der Vormontage im Hafen sowie der Installation und dem Service für Anlagen und Rotorblätter auf See.

Zur Geschäftsführung der Buss Wind Services GmbH gehören Martin Schulz, Moritz Christern und Carsten Tegeler, die bereits Leitungsfunktionen bei der Buss Group innehaben.

Martin Schulz: „Die Übernahme des Geschäftes von SSC Wind ist für uns ein wichtiger strategischer Schritt. Das reine Projektgeschäft ergänzen wir somit um wichtige Servicebereiche, die wir das ganze Jahr über anbieten können – unabhängig von Ausschreibungen für Offshore-Windparks.“

Moritz Christern: „Mit dem Portfolio der SSC Wind in Verbindung mit den bestehenden Einheiten von Buss wird es uns gelingen, ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell zu etablieren. Denn für die Energiewende in Deutschland ist die Windkraft unverzichtbar.“

Zum deutschen Windenergiemarkt

Vor zehn Jahren ging der erste Offshore-Windpark in Deutschland ans Netz. Inzwischen sorgen 22 Offshore-Windparks in der Nord- und Ostsee mit rund 1.300 Windanlagen und einer Gesamtleistung von 6.400 Megawatt für grünen Strom. Rein rechnerisch können damit 6,5 Millionen Durchschnittshaushalte versorgt werden. Bis 2020 wird sich die Leistung inkl. der sich im Bau befindlichen Offshore-Windparks auf 7.700 Megawatt steigern. Für die Offshore-Windkraft ist ein Ausbau auf 15.000 Megawatt bis 2030 geplant, was einer Verdoppelung der aktuellen Kapazitäten entspricht.

An Land sind darüber hinaus rund 30.000 Windenergieanlagen installiert. Alle Off- und Onshore-Windanlagen erzeugen in Deutschland zusammen eine Leistung von mehr als 53.000 Megawatt. Damit ist Deutschland nach China und den USA drittgrößtes Land nach Anlagenleistung. Rund 18 Prozent der gesamten Bruttostromerzeugung in Deutschland stammen aus der Windkraft.

Die Bundesregierung plant bis 2030, den Anteil der erneuerbaren Energien am Strom auf 65 Prozent zu erhöhen. Ende 2018 lag der Anteil der regenerativen Energieträger bei 37,8 Prozent des Bruttostromverbrauchs. Dabei leistet die Windenergie den größten Beitrag.

Informationen zur Buss Group GmbH & Co. KG

Die 1920 gegründete Gruppe mit Sitz in Hamburg besteht aus den folgenden Geschäftsfeldern: Im Bereich der erneuerbaren Energien bündelt Buss verschiedene Unternehmen der On- und Offshore-Windenergie, der Geschäftsbereich Port Services verlädt Stückgut und bietet seinen Kunden Werklogistikleistungen an, das Emissionshaus Buss Capital konzentriert sich auf Fonds und Investments im Containerbereich, Ixocon entwickelt Logistik-Immobilien, und die Reedereien betreiben eine Flotte moderner Container-Feederschiffe und Bulker. 

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